Umstellung auf ISO 27001:2022
So gelingt der Wechsel:
- Überblick über alle Änderungen der ISO 27001:2022
- Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine reibungslose Umstellung Ihres ISMS
- Tipps, um Ihre Informationssicherheit zukunftssicher zu machen

So gelingt der Wechsel:

Die ISO 27001 ist der internationale Standard für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS) und wurde im Oktober 2022 nach neun Jahren erstmals grundlegend überarbeitet. Die neue ISO 27001:2022 bringt einige Änderungen für Unternehmen mit sich.
Mit dem notwendigen Wissen und hilfreichen Ressourcen können Sie den Übergang zur ISO 27001:2022 in Ihrer Organisation deutlich erleichtern. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen für einen erfolgreichen Übergangsprozess.
ISO 27001 ist der internationale Standard für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS). Er bietet Organisationen einen Rahmen, um ihre Risiken im Bereich Informationssicherheit und den Schutz sensibler Daten zu managen.
Die neueste Version der ISO 27001 enthält mehrere Änderungen, die die Norm relevanter für die aktuelle Bedrohungslage macht und Organisationen noch besser dabei unterstützen soll, ihre Informationssicherheit zu verbessern.
Es gibt eine Reihe von Gründen, warum es für Ihre Organisation wichtig ist, zur ISO 27001:2022 überzugehen:
Der Übergangszeitraum für ISO 27001:2022 hat am 31. Oktober 2022 begonnen und endet nach 36 Monaten am 31. Oktober 2025. In dieser Übergangsphase haben Organisationen, die bereits nach ISO 27001:2013 zertifiziert sind, drei Jahre Zeit, um die Zertifizierung nach ISO 27001:2022 zu erhalten. Bis dahin können sie mit ihrer bestehenden Zertifizierung arbeiten und im Übergangszeitraums jederzeit zur neuen Version übergehen. Nach dem 31. Oktober 2025 sind Zertifizierungen nach ISO 27001:2013 nicht mehr gültig.
Die Fristen für den Übergang entsprechen dem gewohnten Re-Zertifizierungsrhythmus, den ISO 27001 ohnehin vorsieht. Nach diesem Rhythmus müssen zertifizierte Unternehmen alle drei Jahre einen erneuten Auditprozess durchlaufen, um ihre Zertifizierung aufrechtzuerhalten.
Wenn Sie bereits über eine Zertifizierung nach ISO 27001:2013 verfügen, haben Sie mehrere Möglichkeiten, die neue ISO 27001-2022-Zertifizierung zu erhalten. Je nachdem wo Sie sich aktuell in Ihrem Zertifizierungsrhythmus befinden, können Sie ein zusätzliches Übergangsaudit oder ein Übergangsaudit zusammen mit Ihrem jährlichen Überprüfungsaudit oder mit Ihrem Re-Zertifizierungsaudit durchführen.
Der Übergangszeitraum wurde konzipiert, um Organisationen ausreichend Zeit zur Implementierung der von ISO 27001:2022 geforderten Änderungen zu geben. Da der Prozess jedoch komplex und je nach Umfang aufwändig sein kann, sollten Sie frühzeitig mit der Planung beginnen. Falls Sie noch keine Zertifizierung nach ISO 27001 haben, wird Ihre Erst-Zertifizierung direkt nach der neuen 2022er-Version stattfinden.
Die neue Version von ISO 27001 bringt einige Änderungen mit sich. Erfahren Sie, wie diese die Informationssicherheit in Ihrer Organisation verbessern können.
Ein Fokus auf risikobasiertes Denken
Die überarbeitete Norm legt einen stärkeren Fokus auf risikobasiertes Denken, betont die Bedeutung von Menschen und Unternehmenskultur und führt neue Kontrollen zur Bewältigung aufkommender Bedrohungen ein. Diese Änderungen sollen Organisationen helfen, ihre Informationssicherheit effektiver zu managen.
Fokus auf die Bedeutung von Menschen und der Unternehmenskultur
Die neue Norm erkennt an, dass Menschen ein entscheidender Bestandteil eines jeden Informationssicherheitsprogramms sind, und betont die Wichtigkeit, eine Kultur der Informationssicherheit innerhalb von Organisationen zu schaffen. Hierzu gehören Mitarbeiterschulungen zu Best Practices der Informationssicherheit und die Förderung einer sicherheitsbewussten Denkweise in der gesamten Organisation.
Verstärkter Fokus auf die Prozessorientierung
Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Version ist der verstärkte Fokus auf die Prozessorientierung. Die Norm fordert eine enge Verknüpfung der Informationssicherheitsmaßnahmen und -prozesse mit den Geschäftsprozessen der Organisation. Dies soll sicherstellen, dass Informationssicherheit ein integraler Bestandteil des täglichen Betriebs wird und nicht als isolierte Aufgabe betrachtet wird.
Die Einführung neuer Maßnahmen zur Bewältigung aufkommender Bedrohungen
ISO 27001:2022 enthält eine Reihe neuer Maßnahmen, um aufkommende Bedrohungen wie Social Engineering und Cloud-Computing effektiv zu bewältigen. Diese Maßnahmen sollen Organisationen dabei helfen, den neuesten Bedrohungen einen Schritt voraus zu sein und wichtige Assets zu schützen.
Eine neue Gliederung der Norm
In der neuen Version des Standards ändert sich die Aufteilung der Anhang-A-Controls. Sie werden in kleinere Gruppen danach aufgeteilt, welchen Unternehmensbereich sie am meisten schützen. Dies vereinfacht die zuvor kompliziertere Aufteilung in 14 Kategorien der Maßnahmen.

Im Folgenden erfahren Sie, welche Aspekte sich in den einzelnen Abschnitten der neuen ISO 27001:2022 ändern.
Kontext und Anwendungsbereich
Die Anwendungsbereichsklausel gilt nun für "relevante" Anforderungen interessierter Parteien und notwendiger Prozesse. Das bedeutet, dass Organisationen die Bedürfnisse all ihrer Stakeholder berücksichtigen müssen, nicht nur die ihrer Kunden und Lieferanten.
Planung
In der überarbeiteten Version fordert die Planungsklausel, dass Organisationen ihre Ziele für die Informationssicherheit definieren und regelmäßig überwachen und überprüfen. Dies ist eine Änderung gegenüber der früheren Version, die lediglich verlangte, dass Organisationen ihre Richtlinien zur Informationssicherheit definieren.
Unterstützung
Die aktualisierte Unterstützungsklausel verlangt, dass Organisationen klare Kommunikationswege für Sicherheitsrisiken etablieren. Dies beinhaltet die regelmäßige Schulung der Mitarbeiter und die Sicherstellung, dass alle relevanten Informationen zu Sicherheitsrisiken effektiv kommuniziert werden.
Durchführung
Die Durchführungsklausel wurde erweitert, um sicherzustellen, dass Organisationen auch "extern erbrachte Prozesse, Produkte oder Dienstleistungen" kontrollieren, die für ihr ISMS relevant sind. Diese Änderung betont die Notwendigkeit einer umfassenden Kontrolle über alle Informationssicherheitsaspekte, einschließlich externer Partner und Lieferanten.
Die neue Struktur der Anhang-A-Controls ist eine deutliche Verbesserung gegenüber der vorherigen Version. Sie erleichtert es Organisationen, ein effektives Informationssicherheits-Managementsystem zu implementieren und ihre Assets vor Bedrohungen zu schützen.
Die Kontrollen sind in die vier Säulen der Informationssicherheit gegliedert.
Die Struktur folgt den vier Säulen der Informationssicherheit und umfasst somit organisatorische, personenbezogene, physische und technologische Kontrollen.
Dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber der vorherigen Version, die 14 Kontrolldomänen hatte. Die neue Struktur soll es Organisationen erleichtern, die für ihre Bedürfnisse relevantesten Kontrollen auszuwählen und umzusetzen.
Die organisatorische Kategorie umfasst 37 Kontrollen, die die allgemeine Verwaltung der Informationssicherheit in einer Organisation behandeln, wie die Festlegung einer Informationssicherheitsrichtlinie und die Durchführung von Risikobewertungen.
Die personenbezogene Kategorie enthält 8 Kontrollen zur Rolle von Personen in der Informationssicherheit, wie die Schulung von Mitarbeitern zu den Best Practices der Informationssicherheit, die Durchführung von Background-Checks bei Neueinstellungen und die Zugangsverwaltung von Benutzern zu sensiblen Informationen.
Die physische Kategorie fasst 14 Kontrollen zusammen, die die physische Sicherheit von Informationswerten behandeln, wie die Sicherung von Gebäuden und Einrichtungen, den Schutz von Computerräumen und die Entsorgung sensibler Dokumente.
Die technologische Kategorie beinhaltet 34 Kontrollen bezüglich technologischer Aspekte der Informationssicherheit, wie die Implementierung von Firewalls und Antivirensoftware, die Verschlüsselung von Daten und die Verwaltung des Zugriffs auf Informationssysteme.
Zusätzlich zur neuen Struktur enthält ISO 27001:2022 auch elf neue Maßnahmen. Sie sind darauf ausgelegt, vor neuen Bedrohungen wie Cloud-Computing und Social Engineering zu schützen.
Die neuen Maßnahmen sollen auch die Effektivität von Informationssicherheits-Managementsystemen verbessern, indem sie Organisationen mehr Optionen zur Risikominderung bieten.
Die folgenden Maßnahmen wurden neu eingeführt:
Mit der Einführung dieser neuen Anhang-A-Controls könnten Organisationen je nach Risikoeinschätzung und Anforderungen dazu verpflichtet sein, mehr als 15 neue ISMS-Dokumente, Richtlinien und Verfahren in ihr ISMS zu integrieren.

Der Übergang zur ISO 27001:2022 kann eine anspruchsvolle Aufgabe sein. Indem Sie einer strukturierten Roadmap folgen, können Sie den Übergang vereinfachen und den neuen Standard erfolgreich umsetzen.
Hier sind die wichtigsten Schritte auf Ihrer Roadmap:
Neben der Roadmap gibt es einige weitere Tipps, die Sie befolgen können, um den Übergang zur ISO 27001:2022 erfolgreich zu gestalten.
Holen Sie sich Unterstützung Ihrer oberen Führungsebene und beziehen Sie durch regelmäßige Kommunikation alle Stakeholder ein, um den Erfolg des Übergangsprozesses sicherzustellen. Es ist zudem hilfreich, sich realistische Ziele und Meilensteine zu setzen, um den zeitlichen Rahmen einzuhalten.
Nutzen Sie den Übergang als Gelegenheit, Ihre gesamten ISMS-Prozesse zu optimieren und die Bedeutung der Informationssicherheit für Ihre Mitarbeitenden und Stakeholder zu kommunizieren. Durch eine proaktive Herangehensweise an die Übergangsphase erreichen Sie nicht nur Compliance mit der neuesten Version des ISO 27001-Standards, sondern können die gesamte Informationssicherheitshaltung Ihres Unternehmens verbessern.
Die ISO 27001:2022 ist die aktuelle Fassung des internationalen Standards für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS). Sie enthält Anpassungen, die besser auf heutige Bedrohungen eingehen und Unternehmen dabei unterstützen, Risiken gezielt zu managen und sensible Daten wirksam zu schützen.
Die Norm führt elf neue Sicherheitskontrollen ein, um aktuellen Bedrohungen wie Cloud-Risiken, Social Engineering oder Datenlecks gezielter zu begegnen.
Unternehmen, die noch nach ISO 27001:2013 zertifiziert sind, müssen bis spätestens 31. Oktober 2025 auf die Version 2022 umstellen. Danach ist die alte Zertifizierung nicht mehr gültig.
TISAX® ist eine eingetragene Marke der ENX Association. DataGuard steht in keiner geschäftlichen Verbindung zu ENX. Wir bieten lediglich Software-as-a-Service und Unterstützung zur Vorbereitung auf das Assessment nach TISAX® an. Die ENX Association übernimmt keine Verantwortung für die auf der DataGuard-Website dargestellten Inhalte.
Alle Angaben dienen lediglich der Information und beruhen auf internen Schätzungen. Diese Informationen sind kein Indikator für KPIs und werden ohne ausdrückliche oder stillschweigende Zusicherungen oder Garantien in Bezug auf Genauigkeit und Zuverlässigkeit gegeben.
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