In 7 Schritten zum BCM: Business Continuity Management für KMUs

Unter normalen Bedingungen ist wenig Zusatzaufwand nötig, um Ihre Geschäftsprozesse am Laufen zu halten. Was aber, wenn Krisen Ihre Betriebsabläufe stören? Wie können Sie sicherstellen, dass Ihr Unternehmen beispielsweise, während eines Cyberangriffs den normalen Geschäftsbetrieb mit minimalen Unterbrechungen aufrechterhalten kann? Hier kommt das Business Continuity Management (BCM) ins Spiel: Ein kritischer Prozess in außergewöhnlichen Geschäftssituationen.

  • Ein Business Continuity Management hilft Unternehmen, bei Risiken adäquat zu reagieren und die Geschäftsprozesse aufrechtzuerhalten
  • In nur 7 Schritten sichern Sie Ihr Unternehmen gegen existenzbedrohende Risiken ab
  • Doch nur mit einer konsequenten Weiterentwicklung sind Sie dauerhaft geschützt
  • DataGuard unterstützt seine Kunden bei der Planung und Umsetzung maßgeschneiderter Konzepte. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Das Business Continuity Management ist überlebenswichtig, um das Image Ihres Unternehmens zu bewahren und gravierende finanzielle Verluste zu vermeiden. Denn wird nicht richtig oder schnell genug auf kritische Vorfälle reagiert, kann dies schnell zu einer existenziellen Bedrohung führen.

Im schlimmsten Fall führt ein Vorfall bei unsachgemäßer Behandlung zu erheblichen Personen-, Sach- oder Umweltschäden. Ein BCM hilft, maßgeschneiderte Reaktionssysteme zu entwickeln, um Schäden durch theoretisch mögliche Ereignisse zu reduzieren.

So funktioniert ein Business Continuity Management

Ein BCM ist die Vorplanung und Vorbereitung einer Organisation, um Geschäftsfunktionen aufrechtzuerhalten oder den Betrieb nach einer Katastrophe schnell wieder aufzunehmen.

Dazu gehört zunächst die Identifizierung potenzieller Risiken wie Stromausfall, Feuer oder Cyberangriffe. Ziel ist es, ein Unternehmen in die Lage zu versetzen, effektiv auf Bedrohungen zu reagieren und die Geschäftsinteressen zu schützen.

Ein BCM umfasst die folgenden wichtigen Elemente:

  • Notfallplanung
  • Krisenmanagement
  • Notfall- und Geschäftswiederherstellung

Welche Unternehmen brauchen ein BCM?

Generell ist ein Business Continuity Management für ein Unternehmen jeder Größe empfehlenswert. Ein Business Continuity Plan hilft Ihrem Unternehmen, größere Krisen und Katastrophen zu überstehen.  

Der BC-Plan gibt eindeutige Handlungsempfehlungen in schwierigen Situationen. Noch wichtiger ist, dass Ihr Business Continuity Plan die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Kunden sowie den normalen Informations- und Dokumentenfluss im Unternehmen unterstützt.

Gegen diese Risiken sichert ein BCM Ihr Unternehmen abBusiness Continuity Management Graphic

Die Risiken, mit denen sich ein Business Continuity Management befasst, beziehen sich auf alle Bedrohungen, die den Geschäftsbetrieb stören. Diese Bedrohungen können alle unerwünschten Vorfälle oder Katastrophen sein, die sich nachteilig auf die Organisation auswirken. Die häufigsten von ihnen sind:

  • Datenschutzpannen
  • Störungen der Infrastruktur
  • Cyberangriffe
  • Wirtschaftskrisen
  • Feuer, Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen
  • Ausfall tragender Mitarbeiter

 

Eine wichtige Aufgabe von Führungskräften ist der Planungsprozess, um potenzielle Krisen zu erkennenund zu beseitigen, bevor sie auftreten. Anschließend sollten Sie diese Verfahren testen. Denn nur so können Sie sicherzustellen, dass sie auch funktionieren.

Zudem müssen die Prozesse regelmäßig überprüft werden, um festzustellen, dass sie auf dem neuesten Stand sind. Gleichzeitig werden Projektleiter und Risikomanager in den Prozess eingebunden. In der Regel sind Abteilungsleiter für die Erstellung des Business Continuity Planes ihrer Abteilung verantwortlich.

Die Gesamtleitung hat ein übergeordneter Business Continuity Manager. Hierbei bestimmt die ISO 27001:2022 in Anhang A.5.30 die genauen Anforderungen an ein BCM. In der ISO 27002:2022 lässt sich dann wiederum die genaue Umsetzung finden. ISO 27002 A.17 und ISO 27001 A.5.30.

Grundsätzlich verlangt die Norm, dass eine Organisation Verfahren und Maßnahmen festlegt, dokumentiert, umsetzt und aufrechterhält, um das erforderliche Niveau an Informationssicherheit in einer widrigen Situation gewährleisten zu können.

Zur Erklärung: Die ISO 27001 bekam erst kürzlich ein Update, nämlich die ISO 27001:2022. In der Vorgänger-Version, der ISO 27001:2013 ließen sich die Anforderungen an ein BCM noch im Anhang A.17 und die genaue Umsetzung in der ISO 27002:2013 A.17 finden.

Erfahren Sie mehr über die Funktionen, Verantwortlichkeiten und Kriterien für ein gutes BCM in diesem Beitrag.

 

Die 7 Schritte im BCM-Implementierungsprozess

Wie jeder Prozess in einem Unternehmen erfordert auch die Umsetzung des Business Continuity Managements Konsistenz. Die folgenden 7 Schritte unterstützen Sie bei der Umsetzung in Ihrem Unternehmen:

1. Projekt-Management

Der erste Schritt besteht darin, die notwendige Führungsstruktur zu schaffen, um den Planungsprozess zu unterstützen. Diese Phase umfasst die Einbeziehung von Geschäftsbereichen sowie die Definition der Rollen und Verantwortlichkeiten aller am Projekt beteiligten Parteien.

2. Risikoanalyse und Bericht

Dieser Schritt ist eine detaillierte Analyse von Risiken, Schwachstellen/Auswirkungen und Wahrscheinlichkeiten und ist Bestandteil der Risikobewertung. Die Risikoanalyse und Bericht-Phase ist zusammen mit der anschließenden Business-Impact-Analyse-Phase ein Schlüsselelement des BCM-Programms jeder Organisation. Er ist eine Art Ausgangspunkt im Business Continuity Plan.

3. Business-Impact-Analyse

In dieser Phase werden kritische Geschäftsfunktionen in der Organisation identifiziert und die potenziellen Auswirkungen auf das Geschäft analysiert. Die Phase der Business-Impact-Analyse kann in drei Komponenten unterteilt werden:

  • Bewertung der Auswirkungen eines Ausfalls auf einen Funktionsbereich oder Geschäftsbetrieb in der Organisation
  • Feststellung, inwieweit überwiegend funktionale und betriebliche Abhängigkeiten in einer Organisation bestehen
  • Festlegung von Wiederherstellungsprioritäten und -sequenzen für kritische IT-Anwendungen und Kerngeschäftsfunktionen

4. Betriebs-Kontinuitäts-Strategie (Business Continuity Strategy)

Während dieser Phase wird eine Betriebsstrategie definiert und ausgewählt. Mit dem Ziel, kritische Geschäftsfunktionen aufrechtzuerhalten oder fortzusetzen und die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens während eines Vorfalls zu unterstützen.

5. Plan-Entwicklung

Nun legen Sie alle Verfahren und Ressourcen fest, die für die Erstellung der BC-Dokumentation erforderlich sind. Der Business Continuity Plan enthält alle relevanten Details aus den Schritten Business-Impact-Analyse und Business-Continuity-Strategie. Der fertige BC-Plan ist ein wichtiges Dokument, da sich die Mitarbeiter aller Geschäftsbereiche im Falle des Falles als Anweisungen und Anleitung darauf verlassen müssen und werden.

6. Tests und Ausführungen

Tests und Ausführungen sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass der Business Continuity Plan funktioniert. Der Plan sollte getestet werden, um Fehler und Auslassungen in seinen Verfahren zu identifizieren. Diese korrigierten Auslassungen oder Fehler müssen allen Parteien mitgeteilt werden, um eine optimale Umsetzung sicherzustellen.

7. Programm-Management

Sobald das Planungsprojekt abgeschlossen ist, besteht die nächste Aufgabe darin, das Projekt weiterzuentwickeln. Denn im Ernstfall ist es der Schlüssel zur Gewährleistung der Sicherheit aller Menschen in der Organisation sowie ihres wirtschaftlichen Überlebens.

Das Ziel der Programm-Managementphase besteht darin, ein funktionierendes System einzurichten, um die Gültigkeit kritischer Geschäftsfunktionen, -prozessstrategien und dokumentierter Wiederherstellungsverfahren sicherzustellen. Das oberste Ziel ist die Wiederherstellung von Geschäftsprozessen im Unternehmen.

Wir unterstützen Sie beim BCM-Aufbau im Rahmen einer ISO 27001-Zertifizierung

BCM wird für Unternehmen verpflichtend, die eine Zertifizierung nach ISO 27001 anstreben. In der neuen Fassung der ISO 27001 wird BCM als Maßnahme A.530 festgehalten. Ein gutes Business Continuity Management trägt dazu bei, die Kontinuität der Informationssicherheit zu gewährleisten.

Im Rahmen der Implementierung und Entwicklung eines ISMS und der Zertifizierung nach ISO 27001 unterstützt DataGuard auch bei der Entwicklung eines Business Continuity Plans und dem Aufbau eines BCM. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

 

Erfahren Sie hier zudem, wie Ihnen eine ISO 27001-Zertifizierung Kosten beim Abschluss einer Cyber-Versicherung spart.

Das Risikomanagement ist die Grundlage für ein BCM

Die Definitionen von Risikomanagement und BCM mögen unterschiedlich klingen. Doch BCM und Risikomanagement sind keineswegs voneinander unabhängige Disziplinen. Im Gegenteil: Viele methodische Ansätze und Instrumente lassen sich aufeinander zuschneiden.

Das operationelle Risikomanagement basiert auf einem Katalog bekannter Risikoszenarien. Die branchenübergreifenden und branchenbezogenen Szenariosammlungen enthalten Hunderte von Risikoszenarien, die Risikoereignisse auslösen und möglicherweise Schäden verursachen können.

Schadensfälle der vergangenen Jahre werden in Schadensdatenbanken mit Informationen zu den jeweiligen Ursachen und Folgen von Schadensereignissen gesammelt. Auf Basis dieser gesammelten Daten können statistische Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen für Schadensszenarien ermittelt werden. Risikomanagement kann somit als Basis für das Business Continuity Management angesehen werden.

Die Digitalisierung erhöht den Bedarf an BCM. Mit zunehmenden Technologien wächst auch die Menge an digitalen Daten, die leicht beschädigt, verloren oder gestohlen werden können. Mit der Digitalisierung nimmt die Häufigkeit von Hackerangriffen zu. Zudem werden Unternehmen durch digitale Technologien zunehmend abhängiger von so elementaren Dingen wie Internet und Strom.

Fazit: Es gibt eine Lösung – ein hochwertiges BCM

Die Welt, einschließlich der der Informationstechnologien, verändert sich ständig. Was vor einigen Jahren noch unvorstellbar war, ist heute Alltag geworden. Ob die wachsende Bedeutung virtueller Arbeit oder die steigende Einbindung externer Dienstleister. Oder aber die Zunahme von Cyberangriffen, politischer Unruhen und Umweltkatastrophen. Es gibt immer mehr Gründe, sich mit Business Continuity Management auseinanderzusetzen.

Um sich optimal zu schützen, werden Investitionen in Sicherheit und IT-Sicherheit immer relevanter. Ein gut funktionierendes, gut etabliertes BCM kann genau in dieser Situation Abhilfe schaffen. Es kann KMUs dabei helfen, auf jede Art von Störung vorbereitet zu sein. Wir helfen Ihnen gerne dabei, sprechen Sie mit uns.

 
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